Eimes alte Urkunden

Nachrichten aus mittelalterlichen Urkunden

1. 1209 24. Juli
Bischof Hartbert von Hildesheim überträgt dem Andreasstift daselbst den Zehnten mit 3 Hufen Land (= 30 Morgen) und einem Hofe zu Egem, welche Bodo vom Homburg dem Bischof resigniert hatte, nachdem er von dem Pfarrer Magister Johannes und dem Kapitel des Andreasstiftes 240 Mark empfangen.

2. 1214 8. November
Bischof Hartbert von Hildesheim bekundet, daß sein Vasall Bodo von Homburg mit seiner Bewilligung dem Andreasstifte zu Hildesheim den Zehnten im Dorfe Einem mit 3 Hufen Landes und einem Hofe daselbst verkauft habe.

3. 1234
In einer Urkunde des Dietrich von Depenowe für das Godehardi-Kloster zu Hildesheim erscheint ein 'Bertoldus de Eiem'.

4. 1238 21. November, Spiegelberg
Die Brüder von Homburg übertragen dem Andreasstifte zu Hildesheim eine halbe Hufe, zwei Hausstellen und eine Wiese in Eime zur Feier von 3 Jahrestagen. Dieser Besitz war von den Brüdern Gisicho und Otto von Eime (de Eygem) resigniert worden (Original in der Beverinschen Bibliothek, Hildesheim: Andreästift Nr. 6).

5. 1241 6. Juni, Poppenburg
'Bertoldus de Eihem' als Zeuge in einer Urkunde des Bischofs Konrad von Hildesheim.

6. 1304 23. März
Ekbert von Freden und Balduin von Steinberg versprechen dem Andreas stifte zu Hildesheim, innerhalb dreier Jahre nach Zahlung von 160 Mark 5 1/2 Hufen in Eyem nebst dem Zehnten dieses Landes zu resignieren.

7. 1309 25. Februar
Bischof Siegfried von Hildesheim beurkundet einen Verkauf von Land und Zehnten an das Kloster Marienrode in Gegenwart des Bruders Hille brand 'de Eym' vom Kl. Marienrode.

8. 1320 22. Juli
Ländertausch des Klosters Marienrode mit dem Hildesheimer Moritzstift in Gegenwart des Bruders Hildebrand 'de Eygem' vom Kloster Marien rode.

9. 1321
Güterverzeichnis des St.-Michaelis-Klosters zu Hildesheim: In 'Eym' 1 Hof.

10. 1350 6. Mai
'Hermann van Eygem' besitzt vom St.-Michaelis-Kloster zu Hildesheim 2 Hufen im Felde von Heinum.

11. 1383 23. Juni Wulfhard Bock, genannt Rittagessen, gelobt dem Andreasstifte zu Hil desheim an dem Zehnten in 'Eigem' keinen Schaden mehr zuzufügen (Original in der Beverinschen Bibliothek, Hildesheim: Andreästift Nr. 29).

12. 1409 4. Dezember
Sophie, Äbtissin zu Gandersheim, belehnt die Herzöge Bernd und Otto von Brunswik und Luneborg zu rechtem Erbmannlehen mit allen Gütern, welche ihrem Stift durch den Tod des Edelherrn Heinrich von Homburg erledigt und verfallen seien und vom Stift Gandersheim zu Lehen gehen. Als solche nennt sie die Hälfte des Schlosses Homburg. (Jetzt Ruine bei Stadtoldendorf / Kreis Holzminden. Schloß Lauenstein, dazu gehörte natürlich das ganze Amt Lauenstein mit Eime, das Schloß Greene usw.)

13. 1445 am Tage des heiligen Apostels Matthias
Bischof Magnus von Hildesheim gestattet dem Kloster Wülfinghausen, aus den 7 Hufen Landes, welche das Kloster vor Eime im Gericht Lauenstein besitzt, zwei Meierhöfe anstatt einen zu machen, und verspricht, daß, wer den Lauenstein vom Stift Hildesheim inne hat, darum die beiden Meier nicht mehr beschweren soll als früher den einen.

Quellen zu den 13 Urkundenregesten:
a) Zeitschrift des hist. Vereins für Niedersachsen. Jg. 1880 und 1881:
Nr. 1, 2, 3 und 12.
b) Hoogeweg, H.: Urkundenbuch des Hochstifts Hildesheim und seiner
Bischöfe. - Hannover 1901 -1911. Bd. 2-6: Nr. 4-11.
c) Volger, Ernst: Wülfinghäuser Regesten (Zeitschrift des hist. Vereins
für Niedersachsen 1861. - Hannover 1862: Nr. 13.


Zusammengestellt von Jürgen Huck
(entnommen der Festschrift 750 Jahre Eime von 1959)