Kirchengeschichtliche Zusammenhänge in Eime

Nachdem der Bischofssitz vom Sohne Karis des Großen, Ludwig dem Frommen, nach Hildesheim verlegt wurde, nannte man die Elzer Kirche Mutterkirche für die umliegenden Ortschaften. Sie stand den dort gebauten Kapellen und Kirchen vor.

Vermutlich vor 1350 ist auch in Eime eine Kirche entstanden, die als Schutzpatron den heiligen Jacobus den älteren erhielt. Dieser füllte mit Buch und Stab das alte Eimer Siegel.

Zum Elzer Bannsprengel gehörten später soviele Außenkirchen und Kapellen, dass die regelmäßige Betreuung der Gläubigen immer schwieriger wurde und in den Dörfern und Flecken für Missmut sorgte. Es wurde der Ruf nach kirchlicher Selbstständigkeit laut.

Während der Reformation - unser Gebiet wurde schon 1543 protestantisch - wurde Eime von der Elzer Kirche gelöst, und mit einem eigenem Pastor mit Sehlde zu einer selbstständigen Kirchengemeinde mit Sitz in Eime zusammengefasst.
Zum 1. Pastor wurde Wolpertus Ludovici ernannt, der diese Stelle bis 1588 innehatte.
Die kirchliche Verwaltung und Oberaufsicht lag in den Händen des Landessuperintendenten des Herzogtums Calenberg-Göttingen.

Die Zeit der Gegenreformation wurde überstanden durch die Treue ihrer Mitglieder des Fleckens Eime. 1732 wurde die Kirche neu gebaut, da die alte zu klein wurde. Dieses war möglich durch opferbereite Kirchenmitglieder, z.B. beim Orgelbau 1714 und 1733, zuletzt 1904, Turmbau 1889, Glockenneuanschaffungen nach Kriegen, Leutemaschine und Orgelmotor 1958.

In jüngster Zeit ist durch Spendenaufkommen der Kirchengemeinde ein großer Zuschuss für die Heizungsrenovierung in der Kirche zusammengekommen.

Der amtierende Pastor, Thomas Guddat, hat eine Stiftung ins Leben gerufen, aus deren Erlös weitere Erneuerungen und Renovierungen in der Kirchengemeinde möglich sind. Mittlerweile gehört die Eimer Kirche wieder zum Kirchenkreis Elze, so daß sich der Kreis über 800 Jahre wieder geschlossen hat.


(entnommen der Festschrift 750 Jahre Eime von 1959 - Überarbeitet und ergänzt von Rolf Möbius 2007)